Auf dieser Seite war es in den letzten Wochen ja verdächtig ruhig. In Wahrheit habe ich jedoch die Zeit mit einer Handvoll Frauen in meiner 2-Zimmer Wohnung verbracht. Und das hatte sich in etwa so abgespielt:
Die Vorhut bestand aus meinem Schwesterherz Jennifer. Bevor sie sich so richtig bei mir im Appartment niederlassen konnte, haben wir die Gunst der Stunde genutzt und sind mit Irena für ein verlängertes Wochenende an die Niagara Fälle gedüst. Mann war ich vielleicht froh, einen Bademeister dabei zu haben!
Mit Schwimmen hätte ich da wohl rechte Probleme gehabt. Deshalb hatten wir dann auch die halbnassen Aktivitäten vorgezogen und uns an Bord der Maid of the Mist gewagt. Dies setzte allerdings ein etwa einstündiges Füsse-in-den-Bauch-stehen voraus:

Das Foto wurde übrigens während dem Anstehen aufgenommen, also weeeeit hinten in der Schlange. Nicht umsonst hatten wir diese schicken blauen Umhänge bekommen, denn dieses kleine, unscheinbare Bötchen hat brachte uns bis an die Füsse der Niagara Fälle und das aufstaubende Wasser vermittelte ein richtiges Badewannen-Gefühl wenn die tosende Wasserwand nicht dagewesen wäre. Aber sie war es auf beeindruckende Art und Weise! Diese Kraft und Eleganz sucht Ihresgleichen.

Glücklicherweise konnten wir die Schwimmwesten an ihrem Aufbewahrungsort belassen und sind wohlbehalten wieder am Festland abgesetzt worden. Jetzt wo die Wassertropfen auf meinen Brillengläsern so langsam abzutrocknen begannen, fiel mir noch eine weitere Besonderheit auf: Inder! Rechts, links, einfach überall wimmelte es von Simpsons Apu-Dialekt. Neugierig geworden, habe ich nach einer Erkärung für dieses Phänomen gesucht. K, ein indischer Arbeitskollege dessen wirklicher Name viel zu kompliziert ist und er deshalb von jedem nur mit diesem einen Buchstaben angesprochen wird, wusste auch keinen historisch bedingten Fakt und meinte lapidar, dass die Fälle unter Indern ein sehr beliebtes Ausflugsziel seien.
Den Rest des Tages haben wir dann im angrenzenden Niagara Falls State Park, sowie im kleinen Aquarium nebenan verbracht. Unser Timing konnte besser nicht sein, denn genau an jenem Sonntagabend war eine Lichtershow und anschliessendes Feuerwerk über den Wasserfällen geplant. Dieses Spektakel liesen wir uns natürlich nicht entgehen und sicherten uns einen Platz auf der Aussichtsplattform.

Am Sonntag ging es dann auf Tuchfühlung mit den Wasserfällen: Jennifer und ich wagten den Gang zu den Höhlen. Leider sind diese mittlerweile für Touristen wegen der Einsturzgefahr nicht mehr direkt zugänglich, aber seine Füsse konnte man trotzdem noch ins historische Nass strecken.

Mittlerweile sind wir wieder trocken hinter den Ohren und wohlbehalten in West Chester angelangt. Die weiteren Fotos findet ihr wie gehabt in meiner Foto-Ecke. Was sich sonst noch so mit meinen Mädels hier ereignet hat, wird Inhalt eines weiteren Artikels werden. Schau wieder mal vorbei!
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