Es war kein Mittag wie jeder andere. Es war einer der grossen Herausforderung - und ich war bereit, sie anzunehmen. Schlaflose Nächte gingen ihr voraus. Wilde Verfolgungsjadgten prägten meine Träume. Doch das Ende war nahe. Es galt, dieses am St. Patty’s Day, 17.3., 12:45pm zu besiegeln. Ich war da. Bereit, meine Autofahrprüfung zu absolvieren.
Leider war dies mein Prüfer aber noch nicht, denn der liess sich erst eine halbe Stunde später blicken. Um so schwieriger machte er mir die Aufgabe. Denn bevor ich überhaupt losfahren konnte, galt es ein paar knifflige Fragen zu beantworten: wo schaltet man den Scheibenwischer ein und wie betätigt man die Hupe? Ich liess mich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und so ging es los zur ersten Prüfung, dem Stopschild. Hier scheiden sich nicht nur die Geister, nein, man muss sich auch entscheiden, in welcher Richtung man weiterfahren will. Mein Schicksal entschied sich für rechts. Eine fatale Willensäusserung, wie sich gleich herausstellen sollte, denn als nächste Aufgabe wartete das Seitwärtsparken auf mich. Lediglich 3 Korrekturversuche waren erlaubt, das Berühren der Pilonen vor und hinter dem Schicksalsparkfeld führte zur direkten Disqualifikation (auch ohne Doping), lediglich ein Anschmiegen der Räder an den Randstein wurde toleriert. Aber ich hatte schon zu viele schlaflose Nächte hinter mir, zu oft hatte ich mir dieses Manöver in vorangegangen autogenen Trainings verinnerlicht, als dass ich hieran scheitern würde. Keine Korrektur fiel für mich an und unverzüglich ging es weiter zum nächsten Hindernis. Nächstes Hindernis? Hm, es gab eigentlich gar keines mehr, denn der Rest der Fahrprüfung bestand darin, mit 15 Meilen pro Stunde einmal um das Parkfeld einer Shoppingmeile zu fahren, um anschliessend das Fahrzeug nach Belieben vor dem Fahrschulcenter wieder abstellen zu können.
Somit bin ich nun stolzer Besitzer einer Pennsylvania Driver’s License. Einen schalen Beigeschmack hat dies allerdings: wenn dies alles ist, was ein 16jähriger Jugendlicher können muss (und das ist es wirklich), um als sicherer Verkehrsteilnehmer zu gelten, grenzt es schon an eine Mutprobe, wenn man sich hier in den Feierabendverkehr stürzt. Wollen wir also hoffen, dass die Fahranfänger also alle anderswo fahren, als dort wo ich gerade unterwegs bin. Get home savely…
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