19. Juli 2005

Der vererbte Zeigefinger

camera1.jpg Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, weiss der Volksmund zu berichten. Die Regel wird ja bekanntlich durch die Ausnahme bestätigt, und so kommt es, dass meine erste Kamera, eine analoge Nikon FE-2 welche ich zu meinem 16. Geburtstag vom Herrn Papa in dessen Hoffnung bekommen hatte, in mir einen würdigen Nachfolger in der Kunst der Fotografie zu haben, nahezu unangetastet ein Schattendasein führte. Nicht dass sich dies bis heute grossartig geändert hätte, zähle ich doch auch zur Oh-so-schön-Klick Generation, aber unter anderen Vorzeichen besteht dennoch Hoffnung, dass eines Tages Hochglanzmagazin-Fotos unseren Familiennamen tragen.

Diese Hoffnung isst gerne Pizza, zaubert mit Ihren Schlittschuhen Figuren aufs Eis und hört auf den Namen Gloria. Um mein Gastgeberland mit eigenen Augen festhalten zu können, hat Pa ihr nämlich eine kleine Digitalkamera für die Family-USA Ferien geschenkt und letztere muss seither Schwerstarbeit leisten. Nicht mal mehr die Kameras meiner Freunde sind vor Glorias Reporterader sicher. Ganze 160 Bilder von unserem Unihockeytraining hat Gloria in zwei Stunden auf den Chip einer Digitalkamera meines Freundes gebannt. Verblüfft hat er diese in seinem Blog veröffentlicht.

Unsere Familienehre sollte also gerettet sein. Und ich? Nun, ich hab unterdessen wieder einen Film in meine gute, alte FE-2 eingelegt…

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